Einbruchzahlen in NRW +9,9%

Die Zahlen belegen noch einmal eindrucksvoll, was die Bürger in NRW auch direkt wahrnehmen. Die Zahl der Einbrüche im Bevölkerungsreichsten Bundesland in Deutschland ist auch im Jahr 2015 gestiegen. Und das um satte 9,9 %, oder in Zahlen: 167136 bei der Polizei erfasste Fälle. Eine solch hohe Zahl haben die Statistiker zuletzt im Jahre 1993 für NRW verzeichnen können.
Dabei lag die von der Polizei erfassten Zahl der tatsächlich erfolgreichen Einbrüche im vergangenen Jahr bei 62000, was sogar 18 % mehr Anzeigen waren als im Jahr davor. Und sind die Einbruchszahlen nicht schon schlimm genug, so steht dieser eine hochgradig geringe Aufklärungsquote von nur 13,8 % entgegen. Eine Einbruchmeldeanlage kann hier definitiv Abhilfe schaffen und einen Einbruch verhindern.
einbruchmeldeanlage-in-duesseldorfLandesinnenminister Jäger sieht das Problem nicht bei den polizeilichen Ermittlungen. Vielmehr hat er einen Wandel in den Täterprofilen festgestellt. Waren es früher eher Einzeltäter, die es auf Schmuck und Bargeld abgesehen haben, das sie dann verkauft haben, um ihren Lebensunterhalt bzw. ihren Drogen- und Alkoholkonsum damit zu verdienen, so sind es heute international operierende Einbrecherbanden, die vornehmlich aus Süd-Ost-Europa kommen. Sie sind echte Profis, bestens organisiert und vernetzt. Oftmals sind es ganze Familienclans, die sich von ihrer Heimat auf den Weg nach Deutschland machen und nach erfolgreicher „Arbeit“ auch wieder nach dort zurück gehen. Deswegen ist es laut Innenminister Jäger auch oftmals so schwierig, die Ermittlungen durchzuführen und die Täter zu ermitteln, zu verhaften und sie später dann auch zu verurteilen. Und selbst wenn dann einmal einer gefasst und verurteilt wurde, kommen, so die interne Meinung der Beamten des Landeskriminalamtes, gleich drei neue.

Auch wenn sich die die Polizei den Einbrecherbanden gegenüber relativ hilflos gegenüber sieht, so versucht sie doch die Bevölkerung für das Thema „Einbruch“ und „Sicherheit für das eigene Heim“ zu sensibilisieren, indem sie auf den Internetseiten der jeweiligen Polizeibehörden einen so genannten „Einbruchsradar“ platziert hat. Hier können Verbraucher ablesen, in welchen Stadtteilen die Einbrecher in den letzten Tagen am meisten zugeschlagen haben.
Dieser „Einbruchsradar“ ist insoweit hilfreich, weil die Zahl der Einbrüche von Region zu Region, nicht selten aber auch von Stadtteil zu Stadtteil recht unterschiedlich sind. Im Rhein-Erft-Kreis beispielsweise stieg die Zahl der Einbrüche im Jahr 2015 sogar um 67,9 %, was allerdings damit zu hatte, dass dort eine Serie von Einbrüchen begangen wurde, die jedoch im Dezember 2014 aufgeklärt werden konnte.

Dieser Aufklärungserfolg darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch der zunehmende Personalabbau bei der Polizei die Ermittlungsarbeit erschwere. Zudem fordert die Gewerkschaft eine länderübergreifende Kooperation und einen intensiveren Datenaustausch.

Allerdings nimmt die Polizei wie auch das Innenministerium die Bürger mit in die Pflicht. Diese müssten ihr Hab und Gut besser gegen Einbrüche schützen. Denn ein Einbrecher, der erst eine dreifach verriegelte Eingangstür öffnen muss, der versucht es gar nicht erst. Einbrecher wollen schnell ins Haus und dann auch schnell wieder verschwinden. Und das ohne Risiko.

-Avantgarde Sicherheitstechnik, Düsseldorf-

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