Was kostet ein Falschalarm?

Was ist ein Falschalarm?

Ein Fehlalarm ist eine entweder irrtümliche oder auch absichtlich falsche Alarmierung der Polizei, der Feuerwehr oder vom Rettungsdienst. Doch wie teuer sind solche unnötigen Einsätze für denjenigen der den Falschalarm ausgelöst hat?

Viele fragen sich wer die Kosten für diese Polizei- oder Feuerwehreinsätze zu tragen hat. Um diese Frage zu beantworten muss man allerdings zwischen verschiedenen Arten von Fehlalarmen unterscheiden.

Welche Arten von Falschalarm gibt es?

Zum einen gibt es den technischen Alarm, der auch als „blinder Alarm“ bezeichnet wird.
Mögliche Ursachen sind zum Beispiel ein defekter Brandmelder.

Dann gibt es den böswilligen Alarm. Gemeint ist hiermit die missbräuchliche Alarmierung der Polizei oder Feuerwehr unter Vortäuschung von falschen Tatsachen in Form von einer Straftat. Der Alarm wird absichtlich zum Beispiel durch das Auslösen eines Rauchmelders ausgeführt. Gemäß § 145 StGb ist ein solcher Missbrauch von Notrufen in Deutschland strafbar und es folgen in der Regel rechtliche Schritte gegen den Auslöser der Straftat.

Zuletzt gibt es noch den sogenannten Täuschungsalarm. Der Brandmelder bzw. die Alarmanlage wird bei einem Täuschungsalarm durch Effekte ausgetrickst. Diese Effekte kommen einer realen Gefahr sehr nah und lösen dadurch den Falschalarm aus. Hierzu zählt zum Beispiel Zigarettenrauch oder auch starke Küchendämpfe unter einem Brandmelder.

Wer trägt bei einen Täuschungsalarm oder böswilligen Alarm die Kosten?

Ein Falschalarm, durch den ein unnötiger Polizeieinsatz ausgelöst wird, ist bundesweit kostenpflichtig. Dies ist in Paragraph 146 des Strafgesetzbuches geregelt. Somit sind Personen die den Falschalarm auslösen,schadenersatzpflichtig. Zudem sind sie auch strafrechtlich für das Auslösen des Alarms verantwortlich. Sollte kein Vorsatz erkennbar sein und die Person somit versehentlich oder unwissend gehandelt hat, so übernimmt die Allgemeinheit die Kosten für den Einsatz.

Sollte ein Falschalarm jedoch öfters vorkommen, so stellt die Polizei in Nordrhein-Westfalen und in Bayern den Grundstückseigentümern, zu denen sie aufgrund eines Falschalarms ausrücken musste, regelmäßig einen Betrag von rund 110 Euro je Einsatz in Rechnung. Die Polizei in Hessen stellt bei einem regelmäßigem Falschalarm, nach meheren unnötigen Einsätzen, sogar zukünftig Gebühren in Höhe von 200 Euro pro Einsatz in Rechnung.

Welche Gefahren birgt ein Falschalarm?

Wenn ein falscher Notruf losgeht besteht hier die Gefahr einer Gewöhnung der alamierten Personengruppen. Dies kann zur Folge haben dass eventuell spätere berechtigte Alarme nicht mehr ernst genommen werden. Ein Beispiel hierfür sind die Autoalarmanlagen, welche aufgrund ihrer Häufigkeit von vielen vorbeigehenden Menschen schlichtweg ignoriert werden. Oft wird von den Passanten hier nur eine Funktionsstörung und kein Verbrechen vermutet. Die wenigsten schauen hier genauer hin oder alamieren sogar die Polizei.

-Avantgarde Sicherheitstechnik, Düsseldorf-

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